Ende März 2022 packen Timo Götz und Salima Oudefel ihre Rucksäcke und brechen mit ihren beiden Töchtern Emilia und Elina von Deutschland aus nach Asien auf – ohne festes Ziel und ohne Plan, wie die Route verlaufen soll. Die Reise führt zunächst durch Europa und die Türkei, weiter nach Georgien, wo ein Mann sie mit seinem Wagen bis zur iranischen Grenze mitnimmt. Aus einem geplanten Monat Iran werden drei. Am 1. Oktober 2022 erreicht die Familie Indien.
In den ersten zwei Monaten der Reise erfahren sie, dass Salima schwanger ist. Trotzdem reisen sie weiter. In Goa, wo eine deutsche Hebamme ein Geburtshaus betreibt, kommt Tochter Enya zur Welt – eine ruhige, friedliche Geburt.
Doch kurz danach beginnt die Misere. Für die Ausreise braucht das Neugeborene eine Genehmigung. Wochen und Monate vergehen, immer wieder werden sie vertröstet. Die deutsche Botschaft kann nicht helfen. Nach vielen Monaten kommt die erschreckende Nachricht: Der Familie wird Leihmutterschaft vorgeworfen. Ultraschallbilder, Fotos und Bluttests entkräften den Vorwurf nicht. Monatelang darf die Familie Delhi nicht verlassen, das Geld wird knapp, die Unterkunft wechselt alle paar Tage, das Visum läuft aus.
Schließlich bekommen sie über einen Kontakt die Papiere – und nur wenige Tage, um das Land zu verlassen. Über die Grenze nach Nepal atmen sie zum ersten Mal seit Monaten auf.
Statt nach Hause zu fliegen, entscheiden sie sich gegen den Rat der Familie für die Rückreise auf dem Landweg. 3.000 Kilometer durch Kasachstan, ein Transit durch Russland, wieder nach Georgien, mit dem Schiff über das Schwarze Meer nach Bulgarien – und die letzten 2.000 Kilometer mit dem Bus nach Hause. Aus 300 Stunden Material wurden zwei Stunden Film.













